STS in Germany – aber wie?

Ein offener Workshop zu Aufbau und Organisationsformen von STS in Germany

Auf der EASST Konferenz 2018 in Lancaster trafen sich 110 ForscherInnen, die in Deutschland STS betreiben oder ein besonderes Interesse an STS in Deutschland haben. Die Frage stand im Raum, wie wir uns als STS-ForscherInnen in Deutschland enger vernetzen können. Enthusiasmus und Energie waren greifbar. Es wurde gehofft, dass die Bündelung unserer Kräfte STS in Deutschland stärken könnte, dass junge KollegInnen, die vereinzelt an STS-fernen Institutionen arbeiten, Verbündete finden würden, dass Summer Schools, Schreib-Workshops und Peer-Unterstützung zur Antragstellung in einer Förderlandschaft, die mit dem STS-Kürzel nichts anfangen kann, etabliert werden würden, dass die Augen deutscher Forschungsförderer sich für STS öffnen könnten, dass Deutschland international als Standort für STS-Forschung sichtbarer würde und vieles mehr. Es kam aber auch die Sorge zur Sprache, dass eine neue STS-Organisation neue Spaltungen hervorrufen könnte.

(Der Call als PDF-Datei)

Seit dem Treffen in Lancaster hat eine größere Gruppe von STS-KollegInnen damit begonnen, erste Schritte zum Aufbau einer STS in Germany einzuleiten. Es war schnell klar, dass wir keine Fachgesellschaft im klassischen Sinne sein wollen. Vielmehr brauchen wir eine Organisationsform, die geeignet ist, unsere Kräfte zu mobilisieren und zu bündeln, eine Organisationsform, die inspiriert und mit ‚care‘ Ko-Laborationen ermöglicht – inter- und transdisziplinär. In der akademischen Landschaft finden wir solche Organisationsformen kaum. Wir benötigen eine Organisationsform, die vielfältig und flexibel genug ist, um auf unterschiedliche Bedürfnisse und neu entstehende Anforderungen reagieren zu können. Diese Organisation muss gleichzeitig stabil genug sein, um nach innen Identität zu bilden, von Interessierten wahrgenommen sowie selbstverständlicher Teil der deutschen Förderungsstrukturen zu werden.

Es ist eine performative Grundhaltung der STS, dass die Frage danach, was wir durch unsere Forschung produzieren, nicht von der Frage zu trennen ist, wie wir das tun. Wie organisieren wir also STS in Germany? Welche Organisationsformen sind möglich? Um diese Fragen gemeinsam zu bearbeiten, laden wir zu einem Workshop ein, bei dem Erfahrungen, Wissen und Meinungen dazu ausgetauscht und konkrete Schritte zum Aufbau unternommen werden. Der Workshop bietet die Chance für Interessierte KollegInnen STS in Germany mit zu gestalten und erste Arbeitskreise zu bilden. Wir laden insbesondere junge ForscherInnen ein, an dem Workshop teilzunehmen.

Der Workshop nimmt seinen Ausgangspunkt in den oben angerissenen Bedürfnissen, die in Lancaster identifiziert wurden (siehe https://www.dests.de/news/4218). Um diese weiter zu diskutieren und zu konkretisieren, stellen wir im Vorfeld des Workshops folgende Optionen zur Verfügung:

  1. Anregungen bei der Anmeldung per Online-Formular (s.u.)
  2. Ein Twitter-Kanal und ein Twitter-Hashtag: @German_STS_ORG, #STSinGermany
  3. Ein Diskussionsforum: http://sts-in-germany-org.forumprofi.de/

Diese Inputs gehen direkt in die Vorbereitung des Workshops ein.

Der Workshop findet vom 20. bis 21. Februar 2019 an der Universität Kassel statt.

Vorläufiges Programm

20.02.2019

19:00 Begrüßung und gemeinsames Abendessen

21.02.2019

9:30 Einführung und Hintergrund

10:00 Diskussion der Bedürfnisse, die durch STS in Germany gedeckt werden sollen

11:00 Impulsvorträge zu verschiedenen Organisationsformen aus aktivistischen und akademischen Kontexten (u.a. von Stefanie Büchner, Göde Both, Max Liboiron, Michelle Murphy und Jutta Weber)

12:00 Mittagessen

13:00 Aufteilung in Arbeitsgruppen: Organisationsformen und Bedürfnisse aus unterschiedlichen Perspektiven/mit Blick auf unterschiedliche Funktionen

15:00 Ergebnisse und konkrete nächste Schritte

17:00 Schlusswort

Formalitäten

Wir erbitten einen Unkostenbeitrag von 20€ für Verpflegung und Materialien während des Workshops (in bar, bei Anreise). Sollte externes Funding sichergestellt werden können, entfällt der Unkostenbeitrag. Bei fehlender Finanzierung können Fahrtkosten übernommen werden.

Anmeldung bis 15.01.2019 (Deadline abgelaufen, Nachläufer können sich aber trotzdem gerne melden)

Wir freuen uns auf rege Diskussionen vor und während des Workshops,

die OrganisatorInnen

(Tanja Bogusz, Stefanie Büchner, Endre Dányi, Anja Klein, Stefan Laser, Martina Schlündner & Estrid Sørensen)

Anmeldung abgelaufen